Ein Wertespiel verschenken: für wen es passt und welches

Für wen sich ein Wertespiel als Geschenk eignet, welches Spiel zu welchem Anlass passt und wie du es überreichst, ohne dass es nach „Arbeite mal an dir“ klingt.

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Gruppe beim gemeinsamen Wertespiel in einem Workshop-Raum

Ein Wertespiel passt als Geschenk für Menschen, mit denen du mal anders ins Gespräch kommen willst: deine Partnerin oder deinen Partner, eine gute Freundin, dein erwachsenes Kind oder eine Kollegin. Für eine einzelne Person ist das Basisspiel der Klassiker, für Paare das Beziehung Set. Wer erst mal locker ins Reden kommen will, ist mit den Fragekarten gut bedient. Am besten kommt es an, wenn du einen gemeinsamen Spielabend gleich mitverschenkst.

Kurz zur Einordnung: Die Spiele sind von uns. Ich empfehle dir hier also meine eigenen Sachen. Dafür kenne ich jede Karte und sag dir ehrlich, was wofür taugt. Wenn du eher nach dem passenden Spiel für dich selbst suchst, hilft dir unsere Seite Finde das passende Spiel.

Warum Menschen ein Wertespiel verschenken

Wir fragen unsere Käuferinnen und Käufer nach dem Kauf, warum sie bestellt haben. Die meisten wollen ihre eigenen Werte finden oder nutzen die Karten im Beruf. Ein Teil schreibt aber auch einen Anlass dazu. Jemand hat zum 18. Geburtstag des Sohnes bestellt, jemand anderes zum Valentinstag, und manche schreiben einfach „Schenken“.

Ich finde das ein schönes Zeichen. Wer ein Wertespiel verschenkt, schenkt ja eigentlich eine Frage: Was ist dir wirklich wichtig? Und meistens auch die zweite: Darf ich das wissen? Bei den Kaufgründen tauchen auch Sätze auf wie „Mit meiner Tochter“ oder „Gespräche mit Tiefgang“. Da kauft jemand für ein Gespräch, das er führen möchte.

Wir haben bis heute über 70.000 Wertespiele verkauft, und im Schnitt spielen fünf Menschen mit jedem davon. Allein in die Schublade wandern die also eher selten.

Für wen passt welches Wertespiel als Geschenk?

Für deine Partnerin oder deinen Partner

Zum Valentinstag oder zum Jahrestag nimmst du das Beziehung Set. Im Karton liegen zwei Basisspiele, Core Values und die Fragekarten. Mit zwei Decks spielt jeder erst mal für sich, und danach legt ihr eure Ergebnisse nebeneinander. Laut Produktbeschreibung ist das Set für Paare gedacht, egal ob frisch verliebt oder seit Jahren zusammen.

Was dabei passiert, ist oft überraschend. Stell dir vor, ihr habt beide Freiheit in euren Top-Werten. Für dich fühlt sich Freiheit nach Weite an, für deinen Partner eher danach, mal allein sein zu dürfen. Dasselbe Wort, mit einem ganz anderen Gefühl dahinter. In unserem Modell ist dieser Unterschied der eigentliche Gesprächsstoff. Ein paar Regeln für dieses Gespräch findest du in Paargespräche mit Wertekarten führen.

Für eine gute Freundin oder einen Freund

Hier sind Die wahrscheinlich WERTvollsten Fragen der Welt oft der bessere Griff. 50 Fragekarten. Nach jeder Antwort fragt die Karte weiter, wie es sich angefühlt hat und welcher Wert dahintersteckt. Die Karten passen in jede Jackentasche, eine Runde dauert zwanzig bis fünfzig Minuten. Das Schöne als Geschenk: Ihr könnt es direkt zusammen auspacken und loslegen. Einer zieht eine Karte und antwortet, der andere fragt nach.

Wenn ihr euch eh schon tief unterhaltet und deine Freundin gern Neues ausprobiert, nimm das Starter Set. Da sind das Basisspiel, Super Power Values und die Fragekarten in einer Box. Laut Beschreibung geht das allein, zu zweit oder in illustren Partyrunden.

Für dein erwachsenes Kind, zum Beispiel zum 18. Geburtstag

Zum 18. passt Das WERTvollste Spiel der Welt, unser Basisspiel. 52 Werte, aus denen am Ende acht übrig bleiben. Daraus legt dein Kind seinen Wertekompass mit Lebenswert, Superkräften und Grundwerten. In der Produktbeschreibung steht ein Satz, den ich für so einen Anlass mag: Je mehr Ecken und Kanten die Karten durch deine Lebensreise bekommen, desto wertvoller wird deine ganz persönliche Erfolgsgeschichte. Das Spiel kann also mitwachsen.

Ein Gedanke dazu, gerade als Mutter oder Vater. In der Anleitung steht ganz am Anfang die Frage, ob ein Wert wirklich deiner ist oder der deiner Eltern. Wenn du das Spiel verschenkst, schenkst du deinem Kind auch die Erlaubnis, andere Werte zu haben als du. Sag das ruhig dazu. Das nimmt viel Druck raus.

Für eine Kollegin

Ein ganzes Wertespiel ist für Kolleginnen manchmal zu persönlich. Eine kleine Geste kommt da oft besser an. Dafür haben wir 25x Lächeln schenken gemacht, das sind Wertschätzungs-Post-its mit kurzen Botschaften. Die kannst du der gestressten Kollegin an den Bildschirm kleben.

Ich verschenke solche Zettel selbst, an Menschen, die meiner Meinung nach gerade ein Lächeln gebrauchen können. Einmal hat mich ein Autofahrer wütend angepöbelt, weil ich ihm aus Versehen die Vorfahrt genommen hatte. An der nächsten Ampel bin ich ausgestiegen, er auch, ziemlich kampfbereit. Ich hab ihm den Klebezettel hingehalten und mich entschuldigt. Am Ende hat er gelächelt und sich bedankt. Das war mein krassestes Beispiel, aber eigentlich bedeutet es jedem Menschen viel, einfach so ein Lächeln zu bekommen.

Für einen Coach oder eine Therapeutin

Wer beruflich mit Menschen arbeitet, freut sich über die Limited Edition. Jeder Wert hat dort eine eigene Illustration der Designerin Cybelart, und das Spiel ist auf 1.000 Exemplare limitiert. Wir empfehlen es besonders Coaches und Therapeutinnen für die Arbeit mit Klientinnen und Klienten. Wenn du richtig groß schenken willst, gibt es noch das Coaching Set mit mehreren Decks für Gruppen.

Welche Sets was enthalten und wo sich die Spiele unterscheiden, haben wir ausführlich in Welche Wertekarten passen zu mir? Die Sets im Vergleich aufgeschrieben.

So überreichst du es, ohne dass es nach „Arbeite mal an dir“ klingt

Die Sorge ist berechtigt. Ein Wertespiel kann wie ein Wink mit dem Zaunpfahl wirken, wenn es falsch rüberkommt. Ein paar Dinge helfen:

  • Schenk es als Einladung. Schreib in die Karte, dass du wissen willst, was der anderen Person wichtig ist. Und dass du selbst auch mitspielst.
  • Erzähl von dir. Wenn du das Spiel schon kennst, verrate einen deiner Werte und was er mit dir zu tun hat. Dann geht es um euch beide.
  • Such dir einen ruhigen Moment. Mitten in einem Streit überreicht, wirkt jedes Wertespiel wie eine Ansage. Lieber an einem Tag, an dem es zwischen euch gut läuft.
  • Lass das Ergebnis beim anderen. Was der andere legt, gehört ihm. Kommentiere es nicht, deute es nicht. Frag lieber nach.

Und noch ein Satz aus der Anleitung, den du gern weitersagen darfst: Das Ergebnis ist nur eine Momentaufnahme. Niemand legt sich mit acht Karten fürs Leben fest.

Gemeinsam spielen gehört zum Geschenk dazu

Mein liebster Tipp: Verschenk das Spiel zusammen mit einem Abend. Ein Termin in der Karte macht aus einem Gegenstand eine Verabredung. So kann so ein erster Abend aussehen:

  1. Ihr sucht euch zwei Stunden ohne Handy. Getränk dazu, fertig.
  2. Jeder spielt sein Basisspiel für sich. Erst aus dem Bauch auf 26 Karten, dann im Duell immer zwei Werte gegeneinander, plus Joker auf 14, und dann das Ganze noch mal mit Joker bis auf acht.
  3. Legt eure acht Karten in zwei Reihen untereinander, damit ihr auf ein gemeinsames Bild schaut.
  4. Abwechselnd nimmt jeder einen eigenen Wert und erzählt einen Moment, in dem der wichtig war.
  5. Zum Schluss sagt jeder, welcher Wert vom anderen ihn am meisten überrascht hat.

Wenn ihr nur ein Deck habt, spielt nacheinander und der andere legt die Karten. Mehr Spielweisen für zu zweit und mit der Familie findest du in Wertespiel spielen: allein, zu zweit, Familie und Team. Probier's mal aus. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ihr danach anders miteinander redet.

Zwei V-Codes auf einem Tisch

Wenn eure acht Karten liegen, habt ihr eigentlich schon was Größeres vor euch, nämlich zwei V-Codes. V-Code ist bei uns das Wort für die persönliche Werte-DNA, also die Werte, aus denen jemand seine Energie holt. Jede Karte gehört dabei zu einem von vier Wertetypen: Sicherheit, Beziehung, Veränderung oder Erfüllung. Mehr dazu steht in Was sind Werte?, und in unserer Werteliste siehst du bei jedem Wert seine Farbe.

Für den zweiten Teil des Abends schlagt ihr eure Werte dort nach und schreibt den Typ auf einen Zettel neben jede Karte. Dann guckt ihr zusammen drauf. Welche Farben habt ihr beide? Das ist euer gemeinsamer Boden, über den müsst ihr meistens gar nicht lange reden. Und welche Farbe liegt nur auf einer Seite vom Tisch? Da wird's interessant. Stell dir vor, bei dir liegt viel Sicherheit, bei deiner Freundin viel Freiheit. Das passt trotzdem zusammen. Wer frei lebt, braucht ab und zu Halt, und wer Halt lebt, braucht ab und zu Luft. Wir nennen das sichere Freiheit und freie Sicherheit.

Und wenn die beschenkte Person danach Lust auf mehr hat, schick ihr den Link zum kostenlosen Wertetest. Der zeigt ihr den eigenen V-Code, und sie kann ihn in Ruhe mit eurem Kartenbild vom Abend vergleichen.

Häufige Fragen

Ab welchem Alter kann man ein Wertespiel verschenken?

Als Geschenk für Jugendliche ab 14 passt das Basisspiel gut. Für jüngere Kinder ab etwa zehn geht es mit den Anpassungen, die in unserer Anleitung für Familien stehen, dann spielt ihr es als Familie zusammen. Spezielle Kinderkarten gibt es von uns bisher nicht.

Kann die beschenkte Person das Spiel auch allein spielen?

Ja. Laut Anleitung spielst du das Basisspiel allein, lässt dir die Karten von jemandem legen oder spielst es zu zweit. Die Fragekarten gehen allein, zu zweit oder in einer Runde.

Ich brauche das Geschenk kurzfristig. Gibt es was zum Sofort-Verschenken?

Dann nimm den digitalen Wertetest. Den bekommst du direkt nach dem Kauf als interaktives PDF, das sich auch ausdrucken lässt. Damit findet die beschenkte Person ihre Werte ohne Karten heraus.

Mehr zum Thema: Alles zu Wertespiele findest du auf unserer Themenseite.

Geschrieben von Hendrik Martens, Systemischer Business Coach und Erfinder des Valueverse.